Home / Kampfsport Schule / Die Geschichte des Taekwondo

Die Geschichte des Taekwondo

                          

 

Viele haben versucht, die Geschichte des Taekwondo und die Philosophie dahinter zu definieren. Dabei wurde die Beziehung zu fernöstlichen Philosophien reichlich strapaziert. Eine endgültige, akzeptable Definition wird es wahrscheinlich erst dann geben, wenn es Taekwondo schon nicht mehr gibt. Aber dieser Kampfsport lebt und wächst, weshalb es keiner Definition bedarf. Beziehungen zur fernöstlichen Gedankenwelt sind in der Tat vorhanden, da aber weil auch diese in einem kontinuierlichen Umbruch begriffen ist, erscheinen restaurative Bestrebungen, den Inhalt des Taekwondo philosophisch anzureichern, anachronistisch und wenig konstruktiv. Nur wenige haben den Versuch unternommen, zu den Quellen der Taekwondo-Geschichte zu gelangen. Leider sind nur einige überlieferte Bruchstücke vorhanden. Für das Fehlen von überprüfbaren Fakten muss daher oftmals vage Mystik herhalten. Fest steht, dass über die geschichtliche Entwicklung des Taekwondo nur wenige genaue Daten vorliegen.

Die Anfänge des Taekwondo sollen ungefähr 2000 Jahre zurückliegen

Der Name Taekyong tauchte zum ersten Mal in der SILLA-Dynastie auf. Er verbreitete sich dann unter verschiedenen anderen Bezeichnungen in den darauf folgenden Dynastien.

Während der japanischen Besetzung Koreas in den Jahren 1919 bis 1945 waren alle nicht-japanischen Budo-Arten untersagt. Erst im November 1962 formierten sich die verschiedenen Taekwondo Richtungen. Dr. Kim UN-Yong gründete 1972 den Welt-Taekwondo-Verband (WTF) und auf der 83. Sitzung des Internationalen-Olympischen Komitees in Moskau wurde der Welt-Taekwondo-Verband vom (IOC) anerkannt.

Es scheint, als teile sich Taekwondo heute in zwei Gruppen auf: in die Anhänger der traditionellen Schule und in die des Wettkampflagers. Beide Varianten haben aber  eine gemeinsame Schnittmenge. Die Anhänger des traditionellen Taekwondo legen besonderen Wert auf die Betonung des inneren Reifeprozesses, bei dem die Motivation nicht von Wettkampferfolgen sondern vielmehr vom Streben nach Vollkommenheit geprägt ist. Die Anhänger der Kampfsportvariante ziehen den direkten Kräftevergleich vor und betrachten ihn als notwendige Stufe zur Entwicklung der Persönlichkeit. Nach ihrer Einstellung ist der Weg zur Vollkommenheit nur durch das Erfahren von selbsterlebten Handlungen zu erreichen.

Ein System der Gürtelgrade sorgt jedoch dafür, dass die Grundlagen und Grundtechniken von beiden Lagern beherrscht werden müssen. Dies mag auch ein Grund dafür sein, dass in der Praxis die Grenzen fließend sind und man nur selten Schulen findet, die konsequent nur das eine oder nur das andere vermitteln können bzw. wollen. Sicherlich gibt es genauso viele Lehrer, die Schwierigkeiten haben, ein zeitgemäßes, erfolgsorientiertes Kampftraining zu bieten, wie solche, denen es schwerfällt, die geistigen Fähigkeiten zur inneren Vollkommenheit zu vermitteln. In unserer Sportschule-Silla sind wir bemüht, beide Taekwondo-Systeme zu vermitteln.

Mehr zur Geschichte des Taekwondo

Nach Oben